Väterberatung

 

 

Ein Angebot von Kinderland - Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e.V.
 

 

Vater werden - Vater sein - Vater bleiben


 

 

- Für Männer und Frauen für die das Thema "Vaterschaft" aktuell ist. 

 

 

- Für werdende Väter, Familienväter, Trennungsväter, getrennterziehende Väter, alleinerziehende Väter, Stiefväter und soziale Väter. 

 

 

- Für Väter im Familienkonflikt, bei familiärer Gewalt, bei Trennung oder Scheidung.
 

 

- Für Väter bei Umgangsproblemen, Abbruch und Wiederherstellung des Kontaktes zu ihrem Kind.

 

- Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ihren Vater kennenlernen oder den Kontakt zu ihm verbessern möchten.
 

 

- Für Mütter, die sich im Konflikt mit dem Vater befinden und dies ändern wollen.

 

 

- Für Mütter, die für ihr Kind den Kontakt zum Vater verbessern oder anbahnen wollen.

 

 

- Für Mütter, deren Kinder beim Vater leben.

 

 

- Vatersuche! Aufenthalt unbekannt? Wir suchen nach dem Vater. Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der Suche nach ihrem Vater und bei einer möglichen Kontaktanbahnung


 

 

Das Thema Vaterschaft wird in seiner gesellschaftlichen und in der persönlichen Bedeutung für den betreffenden Mann noch immer weit unterschätzt. Die aus mangelnder oder fehlender Väterlichkeit folgenden gesellschaftlichen Kosten sind enorm. Rechtsradikalismus bei männlichen Jugendlichen und Männern wie auch Männerverachtung bei Frauen sind ganz wesentlich auf einen Mangel an positiver Väterlichkeit begründet. 

 

Persönlich bringt der Übergang eines Mannes zur Vaterschaft und Elternschaft große Veränderungen mit sich, die nicht selten die Möglichkeiten des Mannes damit angemessen umzugehen, weit überschreitet. Damit ist nicht nur die finanzielle Verantwortung gemeint, die nun auf den Mann zukommt und die sich bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit des Kindes auf mehrere Zehntausend Euro belaufen werden, sondern auch die emotionalen Veränderungen und Anforderungen. Die Veränderung von der bisherigen Mann-Frau-Dyade in der Partnerschaft zur Vater-Kind-Mutter-Triade bringt häufig enorme emotionale Veränderungen und auch Belastungen mit sich und nicht selten resultiert aus einer nicht bewältigten Umstellung auf die neue Situation eine Trennung der Eltern mit möglicherweise jahrlang andauernden emotionalen Belastungen.

 

Gesellschaftlich sind die auf Männer durch eine Vaterschaft zukommenden Veränderungen und Belastungen  bisher nur im geringen Maß erkannt worden. So gibt es in vielen Schwangerschaftsberatungsstellen bis heute keine männlichen Berater und somit für den werdenden Vater keinen  männlichen Gegenüber, der seine Situation adäquat spiegeln und verstehen kann. Familienberatungsstellen bieten bis heute kaum auf Männer/Väter zugeschnittene Beratungsangebote an. Männer/Väter haben auch ganz praktische Fragen zum Thema Vaterschaft zu denen viele Beratungsstellen keine Beratung und Information anbieten. 

So werden viele Väter auf Rechtsanwälte verwiesen, die zu den spezifischen Fragen von Vätern in der Regel wenig oder gar keine wirklichen Antworten wissen. Rechtsanwälte als Berater für Väter anzusehen, ist so ähnlich, als ob Ihr Auto kaputt ist und man Ihnen rät zum Rechtsanwalt zu gehen, nicht aber zur Autowerkstatt. Nicht selten tragen Anwälte, egal ob männlich oder weiblich auf Grund eigener Profilierungssüchte oder eigener aggressiver Bedürfnisse sogar zur zusätzlichen Eskalation in der Beziehung von Eltern bei.  

Warum sich in Deutschland der Mythos, dass Rechtsanwälte etwas für Väter tun könnten, so lange hält, kann man wohl nur mit einer als abergläubisch zu bezeichnenden Sicht auf die Welt erklären. Der Anwalt dient hier als Fetisch, ähnlich dem Amulett bei Naturvölkern.

Viele Väter  während oder nach einer Trennung unterschätzen die Brisanz des Konfliktes zwischen ihnen und der Mutter des gemeinsamen Kindes. Sie versuchen mit traditionellen Mitteln, wozu auch die Einschaltung eines Rechtsanwaltes gehört, den Konflikt zu lösen. Statt einer Konfliktlösung kommt es jedoch nicht selten zu einer zermürbenden Eskalation zwischen Mutter und Vater, die ohne die Hinzuziehung professioneller Hilfe fast immer mit einem Kontaktabbruch zwischen Vater und Kind enden.

 

 

 

Unser Angebot

 

Wir beraten Väter, Kinder, Jugendliche, Mütter und andere Interessierte in allen Fragen und Angelegenheiten zum Thema Vaterschaft und Familie. 

Auch Männer und männliche Jugendliche, für die das Thema Vaterschaft oder Familie erst noch ansteht, können unser Beratungsangebot nutzen.

 

Die Beratung kann als Einzel- oder Paarberatung stattfinden. Bei Bedarf können die Kinder mit in die Beratung einbezogen werden. Die Beratung erfolgt im allgemeinen durch einen männlichen Berater. Bei Bedarf kann eine Beraterin hinzugezogen werden.

 

Die Beratung erfolgt vertraulich.

 

 
 

 

Themen der Beratung können zum Beispiel sein:

 

- Familienplanung, Kinderwunsch, Schwangerschaft und Vaterschaft. 

 

- Vaterschaftsanerkennung, Abstammungsgutachten, Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld, Beistandschaft, Kindergeld, Erziehungsgeld, "Elternzeit", Vater-Kind-Kur und andere interessierende Themen.

 

- Konflikte in der Familie, der Partnerschaft oder den Eltern. Möglichkeiten der Konfliktlösung insbesondere bei Trennung, Scheidung oder Kontaktabbruch zum Kind.

 

- Familiäre Gewalt, emotionaler oder sexueller Missbrauch. Wie gehe ich damit um?

 

-  Paritätmodell (Wechselmodell) oder Residenzmodell? Wie kann die Beziehung zwischen den Eltern und dem Kind bei oder nach einer Trennung gestaltet werden? Welche Betreuungs- oder Umgangsregelung ist sinnvoll?

 

- Gemeinsame elterlicher Sorge als Ausdruck gleichwertiger Elternschaft von Mutter und Vater. Gemeinsame elterliche Sorge durch Heirat, Sorgeerklärung oder gerichtliche Festsetzung? Nachteile und Probleme beim alleinigen Sorgerecht.

 

- Gerichtlicher Sorgerechtsentzug nach §1671 oder §1666 BGB. Möglichkeiten der Wiederlangung des Sorgerechtes nach vorherigen Sorgerechtsentzug.

 

- Kontaktabbruch zum Kind und Elternentfremdung. Möglichkeiten den Kontakt zum getrennt lebendem Kind zu verbessern. Wie nimmt man den Kontakt nach einer Unterbrechung wieder auf oder wie stellt man ihn überhaupt erst einmal her?

 

- Kontakt mit zuständigen Behörden und Ämtern. Wo geht es lang, wer ist zuständig?

 

- Übernahme der Umgangskosten durch die jeweils zuständigen Kostenträger (Jugendamt, Jobcenter, Sozialamt) 

 

- Fallspezifische psychologische Vorbereitung (Coaching) zu anstehenden familiengerichtlichen Terminen bei Anträgen zum Umgang oder zur elterlichen Sorge, Umgang mit Gutachtern und Gutachten.

 


 
 

 

 

Kosten:

Die Kosten für eine Beratung betragen je angefangener Viertelstunde 10 €:

Viertelstündige Beratung: 10 € 

Halbstündige Beratung: 20 €

Dreiviertelstündige Beratung: 30 €

Einstündige Beratung: 40 €

 

 

Mögliche Folgetermine kosten einkommensabhängig je Stunde:

40 € ermäßigt

50 € normal

60 € für Gutverdiener

 

 

Mögliche Folgetermine kosten einkommensabhängig je halbe Stunde:

20 € ermäßigt

25 € normal

30 € für Gutverdiener

 

 

Eine gemeinsame Erstberatung für Paare oder beide Eltern kostet einheitlich 40 €. Für mögliche Folgetermine berechnen wir einkommensabhängig zwischen 40 und 60 €.

Auf Nachfrage ist im begründeten Einzelfall eine weitere Ermäßigung möglich. Sind Kinder vorhanden, kann eine Kostenübernahme durch das Jugendamt beantragt werden. Die Beratung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre führen wir kostenlos durch.

Eltern, Kinder und Jugendliche haben nach § 5 Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe ein Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich des Anbieters notwendiger Jugendhilfeleistungen, insofern dieser über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für die Übernahme der Aufgabe verfügt und keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen.

 

 

 

 

Bei Interesse können Sie für eine Gebühr von 15 € unsere ausführliche 33-seitige Dokumentation "Vater, Mutter, Kind. Lösungsorientierte Hilfe zum Umgang mit familiären Konflikten bei Trennung und Scheidung" 

 

u.a. zu den Themen: 

 

- Kindschaftsrecht

- Betreuungsmodelle / Umgang bei Trennung und Scheidung

- Elterliche Sorge

 

 

sowie eine 14-seitige Dokumentation der wichtigsten rechtlichen Bestimmungen bezüglich der Themen Familien- und Kindschaftsrecht sowie im speziellen dem Umgangsrecht und Sorgerecht erhalten.

 

per Post oder als PDF-Datei erhalten. 

 

 

 

 

 

 

Wir bieten außerdem an:

 

- Begleiteten Umgang (Kostenübernahme nach §18 SGB VIII durch das Jugendamt möglich)

 

- Familientherapie (Kostenübernahme nach § 27 SGB VIII durch Jugendamt möglich) 

 

- Unterstützung von Selbsthilfeaktivitäten (kostenfrei)

 

- therapeutische Einzelberatung für Väter (kostenpflichtig, kostenloses Vorgespräch mit Therapeut/Therapeutin)

 

- Vater-Kind-Gruppe / Wochenendväter (kostenlos)

 

- Vätergruppe

 

- Paarberatung/Paartherapie (kostenpflichtig)

 

- angeleitete Gesprächsgruppe für Mütter und Väter in Trennung (kostenpflichtig)

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner:

 

Peter Thiel

Familienberater, Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF); Verfahrensbeistand (§158 FamFG), Umgangspfleger (§1909 BGB), langjährige Erfahrung in der Familien-, Trennungs- und Scheidungsberatung

 

 

 

Kontakt:
 
Für Anfragen, Auskünfte oder zur Vereinbarung von Beratungsterminen können Sie uns in unserer Bürozeit anrufen, uns eine Mail oder einen Brief schicken oder uns im Büro persönlich kontaktieren.  

 

 

 

 

Unsere Bürozeit

 

Montags bis Freitag

von 10 - 12 Uhr 

unter (030) 485 46 37 

Außerhalb der angegebenen Bürozeit sind wir unregelmäßig oder über Anrufbeantworter zu erreichen.

 

Funk: 0177-6587641

 

E-Mail: info@kind-familie.de

Internet: www.kind-familie.de

 

 

 

 

Unsere Beratungszeiten

 

Werktags 13 bis 19 Uhr

Einen Beratungstermin erhalten Sie bei uns in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen. In dringenden Fällen versuchen wir, Ihnen am Tag Ihrer Anfrage einen Termin zu ermöglichen. 

In Ausnahmefällen sind Termine nach Absprache auch Sonnabends oder zu anderen Zeiten möglich.

Bei Bedarf bieten wir für Interessenten, die nicht in Berlin wohnen auch eine telefonische Beratung an. 

 

 

 

 

 

Unsere Adresse:

 

Kinderland e.V.

Wollankstr.133

13187 Berlin

 

(Seitenflügel, 2. Obergeschoss,  Nähe Breite Straße, Rathaus Pankow)

Bus 107, 155, 250, 255; Tram 52, 53; S-Bahnhof Wollankstraße, 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, 20 Minuten Fußweg

 

 

 

 

Literatur:

Josef Christian Aigner: "Der ferne Vater. Zur Psychoanalyse von Vatererfahrung, männlicher Entwicklung und negativem Ödipuskomplex"; Gießen, Psychosozial-Verlag, 2001

Gerhard Amendt: "Vatersehnsucht. Annäherung in elf Essays."; Universität Bremen, Institut für Geschlechter- und Generationenforschung 1999

Karl W. Blesken: "Der unerwünschte Vater: Zur Psychodynamik der Beziehungsgestaltung nach Trennung und Scheidung", In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 1998, S. 344-354

Frank Dammasch: "Das Vaterbild in den psychoanalytischen Konzepten zur kindlichen Entwicklung. Ein Beitrag zur aktuellen Triangulierungsdebatte"; In: "Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie" (AKJP), 2/2001, S. 215-243

Armin Fischer: Alleinerziehend. Männlich. Gut. Der Ratgeber für Single-Väter; humboldt / Schlütersche; 2008)

Wassilios E. Fthenakis: "Engagierte Vaterschaft. Die sanfte Revolution in der Familie.", Leverkusen 1999

Otto Felix Hanebutt: "Die vaterlosen 68er und ihr Erbe"; Carl Auer-Systeme Verlag, 2003

Manfred Laucht: "Die Rolle der Väter in der Entwicklungspsychopathologie", In: "Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie", 32 (3), 235-242, Hogrefe-Verlag Göttingen 2003

Michael Matzner: "Väter - eine noch unerschlossene Ressource und Zielgruppe in der Sozialen Arbeit mit Kindern und ihren Familien"; In: "Neue Praxis", 6/2005, S. 587-610

Christiane Olivier: Die Söhne des Orest. Ein Plädoyer für Väter.",  dtv, München 1997

Horst Petri: "Das Drama der Vaterentbehrung. Chaos der Gefühle - Kräfte der Heilung"; Freiburg, 2. Aufl. 2003

Horst Petri: „Väter sind anders. Die Bedeutung der Vaterrolle für den Mann“; Kreuz Verlag, 2004

Bernhard Rauh / Claudia Wildenhues: "Problemjugendliche auf der Suche nach dem verlorenen Vater. Zur Notwendigkeit differenzierter theoretischer Beschreibungen in der Erlebnispädagogik und deren Konkretisierung am Beispiel eines delinquenten Adoleszenten"; In: "Neue Praxis", 6/2005, S. 611-624

Inge Seiffge-Krenke & Martina Tauber: "Die Idealisierung des Vaters: eine notwendige Konsequenz in Scheidungsfamilien?"; In: "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie", 46: 338-353 (1997)

 

 


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