Familienberatung

 

 

Einzelberatung - Paarberatung - Eheberatung

 

Konfliktberatung - Trennungsberatung

 

 

Ein Angebot von Kinderland - Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e.V.

 

Anna Gehlhaar, 7 Jahre

 

 

 

 

Partnerschaft und Familie stehen bei vielen Frauen und Männern ganz oben auf der Wunschliste. Die Familie wird als emotionaler Rückhalt, als Ort von Verlässlichkeit, Treue, Häuslichkeit und Partnerschaft verstanden. Liebe, Nähe, Geborgenheit - die Sehnsucht ist riesengroß, aber die Realität sieht oft anders aus. Ungeklärte Beziehungs-, Paar- und Familienkonflikte, die oft auch aus ungelösten Konflikten der eigenen Herkunftsfamilie oder aus unverarbeiteten Traumata in der eigenen Entwicklungsgeschichte resultieren, führen zu wachsenden Spannungen in der Partnerschaft oder Familie, zu Enttäuschung und Frustration, Krankheit, Verhaltensstörungen, Eskalationen in Form verdeckter oder offener psychischer und physischer Gewalt. Die Beziehung kann so schließlich in gegenseitigen Hass und Beziehungsabbruch enden. Schwierigkeiten im Beruf, in der Schule und im weiteren privaten Bereich, Suchtmittelmissbrauch und suizidalen Gefährdungen können hinzu treten.

Psychosomatische Symptome und Erkrankungen eines oder mehrerer Familienmitglieder, wie z.B. Durchfall, Verstopfungen, Essstörungen, Schlafstörungen, Sexualstörungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Nervosität, Hautausschläge, Juckreiz, Asthma, Depressionen, Magengeschwüre, Rheuma, Krebs und Herzinfarkt sind häufig auch Zeichen und Folge ungelöster Konflikte.

Werden Spannungen oder Kränkungen als unerträglich empfunden, scheint eine Trennung der Partner häufig die einzige Lösung zu sein. Sind keine Kinder beteiligt, so hält sich der Schaden in Grenzen. Der Konflikt bleibt allerdings in der Regel unbearbeitet und die alten Muster, die zur Trennung geführt haben, werden in neuen Partnerschaften oft wiederholt. Mit der Folge einer abermaligen Trennung oder der Verweigerung neue Bindungen einzugehen.

Trennen sich Eltern, so tragen sie ihre ungelösten Konflikte oft über das gemeinsame Kind aus. In jahrelangen zermürbenden Kämpfen streiten sich die Eltern über Fragen des Umgangs mit dem Kind, der elterlichen Sorge oder finanzielle Angelegenheiten. Verlierer des Streites sind die Eltern und das Kind. Einzige Nutznießer sind Rechtsanwälte, von denen es allein in Berlin über zehntausend gibt Neben der oft erheblichen direkten Belastung des Kindes und der Eltern durch die Auseinandersetzungen kommen oft noch erhebliche finanzielle Belastungen - Gerichts- und Anwaltskosten - auf die einander bekämpfenden Eltern hinzu. Der Kampf bringt jedoch keine Lösung, sondern nur Sieg oder Niederlage, des einen oder anderen Elternteils. Die Niederlage des einen bewirkt dessen Wunsch nach Revanche, so dass der Kriegszustand der Eltern faktisch nicht beendet wird. Das Kind, das beide Eltern liebt, leidet darunter und nimmt Schaden.

 

 

 

Wozu Beratung?

Beratung kann Sie dabei unterstützen, Partnerschafts-, Familien-, Erziehungs- und Trennungskonflikte zu erkennen, anzusprechen und gemeinsam konstruktivere Beziehungsmuster und Lösungen zu finden.

Bei einer Trennung kann Beratung dabei unterstützen, sich zukünftig respektvoll und fair zu begegnen und damit den gemeinsamen Kindern und sich selbst eine positive Entwicklung zu ermöglichen.

Unser Beratungsangebot zu Fragen von Partnerschaft oder Familie wendet sich an Familien, Eltern, Paare, Einzelpersonen, Kinder und Jugendliche. Die Beratung kann je nach Bedarf einzeln, zu zweit oder gemeinsam mit den Kindern stattfinden. Auch andere Beteiligte, z.B. Großeltern können einbezogen werden.

 

 

 

Themen für die Beratung:

- Erziehungsfragen, Erziehungsprobleme

- Konflikte in Partnerschaft oder Familie

- Familiäre Gewalt, physischer und psychischer Missbrauch des Kindes

- Kinderwunsch, Familienplanung, Schwangerschaft, Abstammungsgutachten, Vaterschaftsanerkennung, Kindesunterhalt, Unterhaltsvorschuss, Beistandschaft des Jugendamtes, Kindergeld, Elterngeld und Elternzeit.

- Beziehungsgestaltung zwischen Vater, Mutter und Kind bei und nach einer Trennung. In welcher Form wollen Sie die elterliche Verantwortung zukünftig wahrnehmen?

- Welche Möglichkeiten und Modelle der Betreuung, Pflege und Erziehung des gemeinsamen Kindes gibt es bei einer Trennung

 

und andere, Sie interessierende Themen.

 

 

Sie können einzeln oder auch zu zweit oder mit anderen wichtigen Personen in die Beratung kommen. Eine gemeinsame Elternberatung oder Paarberatung macht allerdings in der Regel nur dann Sinn, wenn dies beide Elternteile oder Partner auch wollen. 

Ein unfreiwillig mitgeschleppter und nicht motivierter Partner versteht es in der Regel jede Beratung zum Scheitern zu bringen, denn dies ist sein heimliches Ziel. Es soll alles so bleiben wie bisher und damit es so bleibt, muss alles abgewehrt werden, was eine angstmachende Veränderung bewirken kann. Der Berater oder Therapeut wird dann massiv nonverbal und verbal abgewertet. Dies löst bei diesem verständlicherweise in der Regel Ärger aus, die Situation eskaliert und schließlich fühlt sich der Beratungsunwillige in seinem Glauben bestätigt, dass ihm niemand helfen kann (selbsterfüllende Prophezeiung).

Auf den ersten Blick sind es eigenartiger Weise in der Mehrzahl Männer, die so agieren. Wer sich mit der gesellschaftlichen Konstruktion von Männlichkeit auskennt, wird sich darüber aber nicht weiter wundern. In der Regel folgen traditionelle Männer zum einen dem erlernten Männlichkeitsideal, nach dem es einem Mann nicht ziemt um Hilfe nachzusuchen. Ein echter Mann hat - ganz Cowboy - alles unter Kontrolle. So wird dann z.B. zum Anliegen der Partnerin nach gemeinsamer Beratung vorgetragen: "Das bringt doch nichts. Uns kann sowie so niemand helfen." (21.11.2007).

Zum anderen fällt es traditionell sozialisierten Männern sehr schwer, ihre Ohnmacht und emotionale Abhängigkeit von der Frau (die häufig als Mutterersatz fungiert) anzuerkennen.

In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, allein zu kommen. Ob man dies dem Partner vorher mitteilt oder nicht hängt vom Einzelfall ab. Da der Partner in der Regel ein starkes Kontrollbedürfnis hat, empfindet er / sie auch der ohne seine Teilnahme einzeln wahrgenommenen Beratung des anderen Partners als akute Bedrohung der aktuellen Situation. Dies trifft ja oft auch zu, weil der veränderungsbereite Partner eine Veränderung oder gar eine Trennung ins Auge fasst, die von Seiten des nichtveränderungsbereiten Partners nicht gewollt ist und oft heftige Angst auslöst. Männer kaschieren diese Angst oft mit einer dicken Decke von Aggressivität und scheinbarer Kühle.

 

 

Die Beratung kann wahlweise mit einem Berater, einer Beraterin oder gemeinsam mit beiden stattfinden. Die Beratung erfolgt vertraulich. Die Mitarbeiter/innen unseres Projektes verfügen über professionelles Wissen (sozialpädagogische, psychologische und rechtliche Kenntnisse), persönliche, beraterische und therapeutische Kompetenzen.

 

Wir bieten bei Bedarf nach vorheriger Absprache Beratung auch in folgenden Sprachen an:

 

 

Englisch: 

Almut Koch

- Romanistin und Kunsthistorikerin M.A. 

- Zusatzqualifikationen: Projektmanagement, Fundraising, Diplôme approfondi de la langue francaise

- pädagogische Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsbereichen

- Sprachkenntnisse: Französisch - verhandlungssicher (Magister; DALF C1); Englisch - Fließend in Wort und Schrift

 

 

 

Französisch:

Almut Koch

- Romanistin und Kunsthistorikerin M.A. 

- Zusatzqualifikationen: Projektmanagement, Fundraising, Diplôme approfondi de la langue francaise

- pädagogische Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsbereichen

- Sprachkenntnisse: Französisch - verhandlungssicher (Magister; DALF C1); Englisch - Fließend in Wort und Schrift

 

 

 

Russisch:  

Jens Kriege

1. Staatsexamen für das Amt des Studienrats

 

 

Spanisch: 

Fabiana Silenzi de Stagni

 

 

Tschechisch:

Marketa Vesely - Diplom-Psychologin, Systemische Beraterin und Therapeutin / Familientherapeutin

 

 

Polnisch: auf Anfrage

 

 

 

 

 

Bei Bedarf vermitteln wir

· weitere spezialisierte Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten

· kompetent und mediativ arbeitende Rechtsanwälte

 

 

 

 

Kosten:

 

Die Kosten für eine Beratung betragen je angefangener Viertelstunde 10 €:

Viertelstündige Beratung: 10 € 

Halbstündige Beratung: 20 €

Dreiviertelstündige Beratung: 30 €

Einstündige Beratung: 40 €

 

 

Mögliche Folgetermine kosten einkommensabhängig je Stunde:

40 € ermäßigt

50 € normal

60 € für Gutverdiener

 

 

Mögliche Folgetermine kosten einkommensabhängig je halbe Stunde:

20 € ermäßigt

25 € normal

30 € für Gutverdiener

 

 

Eine gemeinsame Erstberatung für Paare oder beide Eltern kostet einheitlich 40 €. Für mögliche Folgetermine berechnen wir einkommensabhängig zwischen 40 und 60 €.

Auf Nachfrage ist im begründeten Einzelfall eine weitere Ermäßigung möglich. Sind Kinder vorhanden, kann eine Kostenübernahme durch das Jugendamt beantragt werden. Die Beratung für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre führen wir kostenlos durch.

Eltern, Kinder und Jugendliche haben nach § 5 Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe ein Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich des Anbieters notwendiger Jugendhilfeleistungen, insofern dieser über die notwendigen fachlichen Voraussetzungen für die Übernahme der Aufgabe verfügt und keine unverhältnismäßig hohen Kosten entstehen.

 

 

 

 

 

Wir bieten außerdem an:

· Familientherapie (Kostenübernahme nach §27 SGB VIII über Jugendamt möglich)

· Trennungs- und Scheidungsberatung (Kostenübernahme nach §17 SGB VIII über Jugendamt möglich)

· Begleiteten Umgang (Kostenübernahme nach §18 SGB VIII über Jugendamt möglich)

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartner:

 

Peter Thiel

Systemischer Berater, Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF), Systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut (DGSF), Verfahrenspfleger (SPFW Brandenburg) und Umgangspfleger 

 

Simone Hollstein

Diplom-Pädagogin, Systemische Beraterin und Therapeutin / Familientherapeutin

 

 

 

 

Kontakt:
 
Für Anfragen, Auskünfte oder zur Vereinbarung von Beratungsterminen können Sie uns in unserer Bürozeit anrufen, uns eine Mail oder einen Brief schicken oder uns im Büro persönlich kontaktieren.  

 

 

 

 

Unsere Bürozeit

 

Montags bis Freitag

von 10 - 12 Uhr 

unter (030) 485 46 37 

Außerhalb der angegebenen Bürozeit sind wir unregelmäßig oder über Anrufbeantworter zu erreichen.

 

Funk: 0177-6587641

E-Mail: info@kind-familie.de

Internet: www.kind-familie.de

 

 

 

 

Unsere Beratungszeiten

 

Werktags 13 bis 19 Uhr

Einen Beratungstermin können Sie bei uns in der Regel auch kurzfristig innerhalb von bis drei Tagen bekommen. In dringenden Fällen versuchen wir Ihnen noch am Tag Ihrer Anfrage einen Beratungstermin zu ermöglichen.  

In Ausnahmefällen sind Termine nach Absprache auch Sonnabends oder zu anderen Zeiten möglich.

Bei Bedarf bieten wir für Interessenten, die nicht in Berlin wohnen auch eine telefonische Beratung an. 

 

 

 

 

Unsere Adresse:

 

Kinderland e.V.

Wollankstr.133

13187 Berlin

 

(Seitenflügel, 2. Obergeschoss,  Nähe Breite Straße, Rathaus Pankow)

Bus 107, 155, 250, 255; Tram 52, 53; S-Bahnhof Wollankstraße, ca. 15 Minuten Fußweg oder U- und S-Bahnhof Pankow, ca. 20 Minuten Fußweg

Der 255-er Bus hält direkt vor dem Haus.

 

 

 


 

 

 

Mustertext zur Beantragung der Gewährung einer Leistung nach Kinder- und Jugendhilfegesetz

 

 

Ines Mustermann

Musterstraße 1

12345 Berlin

 

Ines Mustermann, Musterstraße 1, 12345 Berlin

 

Jugendamt Berlin-Bezirk

Sozialpädagogischer Dienst

z.H. Herrn/Frau XYZ

Straße

Postleitzahl Berlin

 

 

 

 

Antrag auf Gewährung einer Jugendhilfeleistung - Erziehungsberatung / Familienberatung / Mediation / Familientherapie / aufsuchenden Familienberatung / aufsuchenden Familientherapie/ Kommunikationstraining *

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich / wir die Gewährung einer Erziehungsberatung / Familienberatung / Familientherapie / aufsuchenden Familienberatung / aufsuchenden Familientherapie / Kommunikationstraining *, mit einem Umfang von ... Sitzungen.

Ich / wir * würde dafür gerne das Angebot von Kinderland e.V., Wollankstraße 133, 13187 Berlin, Telefon (030) 485 46 37 nutzen. Dort hatte ich / wir am ... 2007 ein Vorgespräch, wo mir / uns mitgeteilt wurde, dass der Träger bei einer Kostenübernahme durch das Jugendamt gerne für eine Übernahme des Auftrags zur Verfügung steht. Einen Flyer des Trägers zu dessen Angebot habe ich beigelegt. Die Internetadresse des Trägers lautet www.kind-familie.de

 

 

 

Begründung des Antrages (Beispiel):

Ich wohne mit meinem Mann Hans Mustermann in einer gemeinsamen Wohnung. Wir haben eine 6-jährige Tochter und einen 12-jährigen Sohn. In den letzten Monaten kam es wiederholt zu schweren Familienkonflikten, worunter alle Familienmitglieder leiden. ... Da durch die Konflikte alle Familienmitglieder stark belastet sind, möchten wir eine Familienberatung / Familientherapie / aufsuchenden Familienberatung / aufsuchenden Familientherapie / Kommunikationstraining * in Anspruch nehmen, um dadurch die Belastungen unserer Familie zu reduzieren.

Oder: Ich und der Vater der gemeinsamen Kinder A und B leben seit Oktober 2006 getrennt. Die Kommunikation zwischen uns als Eltern gestaltet sich momentan sehr schwierig, so dass wir im Interesse unserer Kinder und in Hinsicht auf mögliche zukünftig zu treffende wichtige Entscheidungen bezüglich unserer Kinder die Kommunikation zwischen uns als Eltern verbessern möchten.

Oder: Das Familiengericht X hat uns mit Beschluss vom 10.01.2007 aufgefordert eine Erziehungsberatung / Familienberatung / Mediation / Familientherapie / aufsuchenden Familienberatung / aufsuchenden Familientherapie / Kommunikationstraining * in Anspruch zu nehmen.

Mit freundlichem Gruß

Ines Mustermann, Berlin den 01.07.2007

 

 

* hier die zutreffende Hilfeform eintragen

 

 

Anmerkung:

Nach § 5 Sozialgesetzbuch (SGB) - Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe haben "die Leistungsberechtigen das Recht, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Träger zu wählen und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe zu äußern. Sie sind auf dieses Recht hinzuweisen. Der Wahl und den Wünschen soll entsprochen werden, sofern dies nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist." Eine Beschränkung der Leistungsberechtigten nur auf Leistungsanbieter der Jugendhilfe die innerhalb der örtlichen Zuständigkeit des Jugendamtes ihren Sitz haben, ist unzulässig. Das Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten gilt also auch für Leistungsanbieter, die ihren Sitz außerhalb des Zuständigkeitsbereiches des Jugendamtes haben, soweit dies "nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist.". Vergleiche hierzu auch: "Jugendhilfeleistungen. Keine Beschränkung auf den örtlichen Zuständigkeitsbereich der Jugendämter", Manfred Busch / Gerhard Fieseler, In: "jugendhilfe", 5/2006, S. 276-277. Die Erstellung eines Hilfeplanes nach §36 SGB VIII ist nur dann nötig, wenn die „Hilfe voraussichtlich für längere Zeit zu leisten ist“. Gegen die Verweigerung einer Leistung durch das Jugendamt oder die einschränkende Verweisung auf vom Jugendamt bestimmte Leistungsanbieter kann von den Leistungsberechtigten Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben werden.

Ausarbeitung: Kinderland - Verein zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien e.V. - www.kind-familie.de

 

 

 


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